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Gute Vorsätze: Bewegungsverhalten ändern

Januar 6, 2012 | Keine Kommentare
Gute Vorsätze Bewegungsverhalten ändern

Haben Sie sich bereits darüber Gedanken gemacht, welche guten Vorsätze Sie sich für das neue Jahr fassen wollen? Wenn ja, dann wird vermutlich „Abnehmen“ oder „Mehr Sport treiben“ ziemlich weit oben auf Ihrer Liste stehen. Das ist nämlich einer der häufigsten Vorsätze. Gut jeder dritte Deutsche nimmt sich jedes Jahr aufs Neue vor, etwas Gewicht zu verlieren. Und ungefähr genauso viele geben es wenige Wochen später schon wieder auf. Oftmals ist der Grund einfach ein Mangel an Motivation. Man hat Zweifel daran, ob es überhaupt etwas bringt, wenn sich der Erfolg nicht innerhalb der ersten Wochen einstellt. Man hat einfach keine Lust und lässt das Trainingsprogramm öfter und öfter schleifen, bis man es ganz aufgibt. Doch dann ist es kein Wunder, dass es nicht funktioniert, und die Motivation, es noch einmal zu probieren, ist ebenfalls dahin.

Gute Vorsätze einhalten, aber wie?

Doch wie schafft man es, sein Training durchzuhalten und tatsächlich mehr Sport zu machen, bis man sein Wunschgewicht bzw. Idealgewicht erreicht hat?

Zunächst einmal sollte man gar nicht erst damit anfangen, dieses Vorhaben aufzuschieben. So schnell wie möglich mit dem Training beginnen, dann kommt man überhaupt nicht in Versuchung, es vor sich her zu schieben. Und sobald erst einmal die Routine eingekehrt ist und man sich an seinen Sportplan gewöhnt hat, wird man auch kaum in die Versuchung kommen, ihn abzubrechen. Außerdem wird man so schneller Erfolgsergebnisse erzielen, was ebenfalls wichtig ist für die Motivation.

Denn ganz ohne Erfolgserlebnisse hält man kaum ein Vorhaben lange durch. Daher geben viele Leute ihre Vorsätze auf, wenn sie nicht schon sehr früh das ersehnte Traumgewicht erreichen oder gar wieder zunehmen.

Dabei kann letzteres durchaus vorkommen, vor allem wenn man Kraftsport betreibt; es ist ein Indikator dafür, dass Fett ab- und Muskelmasse aufgebaut wird, denn Muskeln sind schwerer als Fett. Doch viele denken in einem solchen Fall irrtümlich, diese Gewichtszunahme sei ein schlechtes Zeichen. Sie geben dann entmutigt auf, obwohl sie eigentlich auf dem besten Weg waren. So kann es mit langfristigen Zielen natürlich unmöglich etwas werden.

Den „inneren Schweinehund“ überwinden

Mehr Sport zu treiben, mag ja ein gutes Beispiel für einen Neujahrsvorsatz sein. Doch es zeigt auch, wie wichtig es ist, seine Disziplin die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Umgangssprachlich heißt es so schön, man müsse seinen „inneren Schweinehund“ überwinden. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, und daran scheitern auch meistens die guten Vorsätze, die man sich jedes Jahr aufs Neue vornimmt.

Denn gerade die Bequemlichkeit ist es, die uns häufig daran hindert, etwas in unserem Leben zu bewegen. Wie oft denken wir uns, es wäre nicht nötig, etwas zu ändern, weil es ja auch so alles mehr oder weniger funktioniert: Never change a winning team. Und so bleibt alles beim Alten, und es funktioniert, aber man weiß, dass es noch besser sein könnte. Und dennoch ändert man nichts.

Die größten Motivationskiller

Ein weiterer Grund dafür, dass man nicht dazu kommt, seine Vorstellungen von einem gesünderen und fitteren Leben zu verwirklichen, mag Terminstress sein. Natürlich kann man nicht „mal eben“ zwischen zwei Terminen eine Runde Training einschieben, dafür muss man sich entsprechend Zeit nehmen. Vor allem in unserer heutigen Zeit, wo das Leben überwiegend von Terminen diktiert wird, ist das ein großes Problem. Doch wer wirklich mehr Sport treiben will, schafft das auch.

Man sollte nur darauf achten, vor- und nachher genügend Zeit als Puffer zu lassen, um nicht in Stress zu geraten, weil direkt wieder der nächste Termin ansteht. Zuviel Druck kann ebenfalls ein Beweggrund dafür sein, seine Pläne für mehr Bewegung abzuhaken. Zudem ist viel Stress ungesund und kann zu Frust führen, der wiederum zu Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben führt – ein Teufelskreis, wie es scheint.

  • Verausgabung: Wer also beachtet, sich beim aktiveren Leben nicht zu sehr zu verausgaben, und berücksichtigt, dass er auch noch Zeit für sich benötigen wird – sei es zum Erholen, für die Familie oder ähnliches – hat schon einmal weitaus bessere Karten, langfristig sein Ziel zu erreichen als jemand, der einfach mit dem Training anfängt, ohne es zu planen.
  • Zwang: Auch sollte man nicht vergessen, dass Sport auch Spaß machen soll. Wer sich zu seinen regelmäßigen Übungen überwinden muss, weil sie ihm keinen Spaß bereiten, wird sie auch nicht lange durchhalten, und bald komplett die Motivation verlieren. Dann braucht man sich auch gar nicht erst vorzunehmen, mehr Sport zu treiben oder abzunehmen. Genau deswegen ist beispielsweise eine Sportart wie Zumba zu empfehlen.
  • Selbstüberschätzung: Ein weiterer absoluter Motivationskiller ist es, sich zu viel auf einmal vorzunehmen. Wer erwartet, in kürzester Zeit seine Traumfigur zu erreichen, wird einsehen müssen, dass das eine utopische Vorstellung ist. Und er braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er dieses Ziel nicht erreicht. Und doch passiert es immer wieder, dass jemand über solchen Utopien seine Motivation zum Training verliert. Dabei ist es äußerst wichtig, sich realistische Vorstellungen zu machen: Was kann man erreichen, und was will man erreichen?

Dabei sind auch schwammige Formulierungen nicht sonderlich hilfreich. Machen Sie sich klare, erfüllbare Vorstellungen, und versuchen Sie sie zu erfüllen. Sie werden sehen, dass dies der beste Weg ist, den Neujahrsvorsatz von aktiverem Leben und Gewichtsabnahme zu verwirklichen.

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Kategorie: Sport

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