Will man langfristig Gewicht verlieren und tut sich schwer mit der Motivation ohne strenge Regelungen, dann kann das Weight Watchers Punktesystem eine echte Hilfe sein. Bei den Weight Watchers geht aber nicht nur um das Abnehmen selbst, sondern auch darum, das erreichte Gewicht zu halten. Das Abnehmsystem gibt es bereits seit 1963, wobei die ersten Treffen in Deutschland erst 1970 stattfanden. Wir wollen diesen Diätplan nicht unter Wert verkaufen, denn es ist so viel mehr als nur ein Punktesystem, so kann man auch von den Treffen, Produkten und Rezepten gebrauch machen. Ein kleinen Überblick finden Sie hier.
Wie funktionieren Weight Watchers Punkte?
Für jede Nahrungsform gibt es bei Weight Watchers eine bestimmte Anzahl von Punkten. Abhängig von Alter, Geschlecht, Körpergröße und Gewicht wird eine Punktmenge ausgerechnet, welche man täglich zu sich nehmen darf. Das klingt alles sehr streng und das ist es auch, aber natürlich liegt die Entscheidung am Ende immer beim Teilnehmer selbst. Den Diätplan kann man sich erstellen lassen oder selber bauen. Nehmen wir an, mir sind 15 Punkte am Tag zugeschrieben, dann kann ich diese entweder in einer riesigen Mahlzeit oder mehreren kleinen Snacks verteilen.
Die Zahl der Weight Watchers Punkte kann sich erhöhen wenn man Sport betreibt oder einer bestimmten Tätigkeit nachgeht. Für nahezu alles gibt es schon eine festgelegte Anzahl an Punkten. Arbeite ich als Bauarbeiter, darf ich zusätzliche Punkte für diese anstrengende Tätigkeit zu mir nehmen. Jemand der den Tag sitzend im Büro verbringt, wird keine Extrapunkte erhalten.
Diät oder Ernährungsumstellung

Wenn man sich für Weight Watchers anmeldet, bekommt man die Punktetabelle mit den Werten der unterschiedlichen Nahrungsmittel. Ist die zugeschriebene Punktezahl die nach verschiedenen Faktoren berechnet wird erst einmal bestimmt, kann man such daran machen seinen eigenen, ganz persönlichen Diätplan zusammenzustellen. Obst und Gemüse haben in der Regel keine Punkte, so dass man so viel essen kann, wie man will.
Die Idee hinter Weight Watchers ist weitaus gewiefter wie es zu Anfang den Anschein hat. Nach und nach lernt man welche Nahrungsmittel anderen vorzuziehen sind. In diesem Licht handelt es sich bei diesem Abnehmprogramm nicht um eine Diät, sondern eher um eine langfristige Umstellung auf eine gesündere Ernährung. Mit der Zeit werden sich die Essgewohnheiten auf natürliche Weise ändern, wodurch die Punkteliste überflüssig wird.
Zu Anfang lohnt es sich das Weight Watchers Programm mit Ratgebern zur Ernährung zu kombinieren, da dies langfristig zu mehr Verständnis führt. So lernt man welche Nahrungsmittel am besten wann gegessen werden sollten und vor allem warum das so ist.
Vorteile
Anfangs erscheint Weight Watchers sehr streng und schreckt mit dem Punktesystem diverse Abnehmwillige ab. In Wirklichkeit ist das Konzept mehr als flexibel. Hat man
Ende des Monats eine große Feier bei der man keine Lust hat auf die Linie zu achten, dann bietet sich die Option täglich bis zu 4 Punkte, wöchentlich bis zu 12 Punkte einzusparen. Diese können dann bei der Feier verbraucht werden.
Bewegung oder gar Sport ermöglichen es dem Kandidaten sich Bonuspunkte zu “verdienen”. Ganz nach dem Motto “Sport ist Mord” muss man es dabei nicht übertreiben, denn meist reicht ein bisschen Gartenarbeit oder ein Spaziergang. Im Speziellen Menschen die sich kaum motivieren können, werden durch die Gruppentreffen unterstützt und können so leichter durchhalten. Mit der Zeit lernt der Teilnehmer seinen Körper besser kennen, wodurch sich eine auf ihn zugeschnittene Ernährungsweise entwickelt.
Das Wunderbare ist das alles unterstützt wird, auch Besuche im Restaurant oder Fast Food. Wer nicht so der Gemeinschaftstyp ist oder kein Treffen in der Nähe findet, kann das Fernprogramm nutzen und bekommt Online-Unterstützung. Das Ganze nennt sich Weight Watchers Online.
Nachteile
Obwohl als Endergebnis eine ausgewogene Ernährung angestrebt wird, ist die Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen nicht garantiert, da jeder die Punkte “ausgeben” kann wie er will. Wenn man mit WW abnehmen will, kostet das 15 Euro Mitgliedsgebühr. Wird auch an den Treffen teilgenommen, kostet das weitere 9,95 Euro pro Woche. Vertragliche Verpflichtungen gibt es keine, wer nicht kommt, der muss auch nichts bezahlen.
Was ist Weight Watchers nun eigentlich?
Das Diätprogramm kann vereinfacht als eine Kombination aus kalorienreduzierter Mischkost und Gruppentherapie gesehen werden. Läuft alles nach Plan, so nimmt man besonders fettarme, eiweißreiche Nahrungsmittel und ballaststoffreiche Kohlenhydrate auf. Der so genannte Pointsführer sagt einem genau was für eine Pointszahl ein Getränk oder ein Nahrungsmittel hat. Essen darf man was man will, nur die persönliche Punktezahl muss eingehalten werden. Diese Zahl wird vom Gruppenleiter zu Anfang der WW Diät festgelegt und wird geringer bei abnehmendem Gewicht.
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Bekannte Testportale wie Ökotest und Stiftung Warentest sind auch zufrieden mit dem Abnehmprogramm. Die Zeitschrift Ökotest (Ausgabe 02/2005) benotete das Konzept sogar mit einem “sehr gut”, wobei es einen Punkteabzug für Süßstoffe in manchen Weight Watchers Rezepten gab. Stiftung Warentest meint „Ein Konzept zum Mitmachen“.
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Hallo,
Ich bin nun seit über 4 Jahren bei den Weight Watchers. Nicht, dass ich noch abnehmen muss. Das Programm hat mir sehr geholfen, meine Ernährung umzustellen. Was ich heute noch bei den Treffen mache? Mich mit meinen neuen Freunden, die ich dort kennengelernt habe unterhalten und neue Mitglieder dabei unterstützen, denselben Erfolg zu haben wie ich. Das macht mir Spaß und ich habe Freude daran, zu sehen, wie andere Menschen an Selbstbewusstsein gewinnen, wenn sie Gewicht verlieren.
Mit freundlichen Grüßen
Erika Lohse
Guten Tag,
Weight Watchers ist eine Firma, und wie jede Firma wollen (müssen) sie Umsatz machen. Ich denke das Gute bei WW ist einfach, dass sie Produkte aus der eigenen Firma anbieten, die nicht ganz billig sind, aber das Programm auch mit alle anderen Produkten durchgeführt werden kann. Klar machen sie Werbung, auch bei den Treffen, das ist aber glaube ich ein Muss. Und mal im ernst. Wie viele moderne Diäten können von sich behaupten noch nach fast 50 Jahren aktuell zu sein?!
Nicole