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Gesunde Ernährung

Fatburner: Körperfett natürlich und schnell abbauen

März 23, 2012 | Keine Kommentare
fatburner

Abnehmen im Schlaf – davon träumen viele. Und warum soll das auch nicht klappen? Einige Top-Modells machen es doch schließlich vor. Kurz bevor sie ins Bett gehen, „gönnen“ sie sich noch eine ganze Zitrone. Vitamin C kann ja nicht nur vor Erkältungen schützen. Nein, viel Vitamin C soll angeblich auch als Fatburner die Pfunde schrumpfen lassen. Und Vitamin C ist nicht das einzige natürliche Mittel, das beim direkten Fettabbau helfen soll. Viel Kaffee trinken zum Beispiel soll ebenfalls für erfreulichere Ergebnisse auf der Waage sorgen. Alles Quatsch, sagen die meisten Ernährungswissenschaftler.

Doch was ist nun wirklich dran an den angeblich Fett verbrennenden Substanzen. Welche sind unbedenklich und sollten zu einer gesunden Ernährung ohnehin dazugehören? Welche sind dagegen nicht ganz ungefährlich für die Gesundheit und das Wohlbefinden? Und kann man Körperfett gezielt auch ganz ohne Sport abbauen? Fragen, auf die in den nächsten Kapiteln die richtigen Antworten gegeben werden.

Angebliche natürliche Fatburner

Fettburner sind Substanzen, die den Körper dazu animieren, die Verbrennung von Körperfetten zu unterstützen oder zu fördern. Solche Fettverbrenner produziert der menschliche Organismus teilweise selbst. Nach Ansicht einiger Entwickler von einzelnen Diäten können sie dem Körper aber auch durch die Nahrung oder spezielle Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Hier soll vor allem auf die angeblichen natürlichen Fatburner eingegangen werden. Dabei wird unterschieden zwischen gesunden und ungesunden Nahrungsmitteln.

Doch eine wichtige Information gleich zu Beginn: Die meisten Wissenschaftler bezweifeln, ob diese Substanzen tatsächlich einen Einfluss auf die Verbrennung von Körperfett haben. Bis heute gibt es keine wirklichen wissenschaftlichen Beweise. Bei den Lebensmitteln, die ohnehin zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung gehören, ist das ja noch unproblematisch. Glaube kann schließlich Berge versetzen. Von den gefährlichen Substanzen hingegen können erhebliche Gesundheitsgefahren ausgehen.

Ungefährliche Substanzen

  • Carnitin
  • Kommt in Fleisch und Milch verstärkt vor.

  • Enzyme
  • Kommen in verschiedenen Formen verstärkt in Ananas, Kiwi und Papaya vor.

  • Vitamin C
  • In vielen Beeren, Paprika, dem Granatapfel, Südfrüchten und auch in Kiwis vermehrt enthalten.

  • Magnesium
  • Reichlich enthalten in Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Milch, Mineralwasser.

  • Kalzium
  • In größeren Mengen in Milchprodukten, Vollkornprodukte, Orangensaft, Sojamilch, Mandeln, weiße Bohnen und Brokkoli enthalten.

  • Cholin (ein Vitamin B)
  • Kommt verstärkt in Soja, Leber, Eigelb, Milch und Blumenkohl vor.

  • Methionin (produziert Adrenalin)
  • Ist vor allem in Fleisch, Fisch, Käse, Joghurt und Linsen enthalten.

  • Gewürze
  • Chili, Cayennepfeffer, Paprika, Kardamom und Ingwer sollen angeblich den Stoffwechsel anregen.

Gefährliche Substanzen

  • Koffein
  • Tatsächlich regt Kaffee das zentrale Nervensystem an. Dadurch werden Katecholamine freigesetzt, die den Fettabbau im Ruhezustand anregen können. Der Körper stellt sich aber darauf auf Dauer ein. Damit Koffein als Fettverbrenner tatsächlich wirkt, müssen dann deutlich mehr als fünf Tassen am Tag getrunken werden. Die Folge: Herzrasen, Hitzewallungen, Zittern.

  • Jod
  • Jod wird über die Schilddrüse ausgeschieden und ist tatsächlich ein Regulator des Körpergewichts. Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zu Übergewicht führen, eine Überfunktion bewirkt das Gegenteil. Menschen mit Fehlfunktionen der Schilddrüse gehören in jedem Fall in ärztliche Behandlung. Aber auch eine vermehrte Jodzufuhr (besonders hoch in Seelachs und Kabeljau, Muscheln, Garnelen sowie vor allem in Algen enthalten) kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Schon der einmalige Verzehr extrem hoher Jod-Konzentrationen kann sich negativ auf den Organismus auswirken, besonders bei älteren Menschen.

Sport – der effektivste Fettburner

Schon der Gedanke an Sport treibt den meisten Abnehmwilligen den Schweiß auf die Stirn. Viele verfügen nicht über die entsprechende Zeit im Alltagsleben oder können aus gesundheitlichen Gründen keine zielgerichteten Fitnessübungen durchführen. Manche hassen Sport (z. B. Churchill – aber der war ja auch nicht wirklich schlank) oder sind einfach nur zu faul. Das Dumme ist nur, der eigentliche und auch einzig zu steuernde Fatburner heißt Sport.

Mehr körperliche Betätigung im Alltag

Fettburner

Bewegung – damit wären wir auch schon beim Knackpunkt. Es muss nicht unbedingt der tägliche Dauerlauf oder das Krafttraining im Fitness-Center sein, um die Kalorien zu verbrennen. Viele vergessen, dass auch im Haushalt und Beruf so manche Tätigkeit ansteht, die die Pfunde nicht gerade rasend schnell schmelzen lassen, die das Gewicht aber doch im Griff halten können.

Dabei sollte jeder seinen ganz persönlichen Tagesablauf einfach einmal durchgehen. Was spricht dagegen, die Zähne am Morgen mal nur auf dem einem Bein zu putzen? Kurze Wege zur Arbeit werden ohne Auto oder Bus und Bahn zu Fuß zurückgelegt. Auf der Arbeit fahren nur die Kollegen mit dem Aufzug. Wer die Pfunde purzeln lassen möchte, nimmt die Treppe. Bügeln geht mit ein paar Kniebeugen nicht so monoton von der Hand. Ein paar Gymnastikübungen am Abend können so manches Fernsehprogramm aufpeppen. Vor dem Schlafen gehen ist beim Zähneputzen dann das andere Bein dran. Mit diesen einfachen Kniffen werden ohne großen Zeitaufwand so einige Kalorien ganz nebenbei gekillt.

Die Sportart muss Spaß machen

Doch Hand aufs Herz, solche „haushaltsnahen“ Übungen sind zwar in jedem Fall sinnvoll. Aber zwei oder besser drei Sporteinheiten in der Woche sind in jedem Fall zielgerichteter und effektiver. Dabei gilt, wie in vielen Bereichen des Lebens, nur was wirklich Spaß macht, ist auch von langer Dauer. Unter Wissenschaftler ist es ohnehin umstritten, ob Krafttraining oder Ausdauersport der richtige Weg zur Gewichtsreduktion ist.

Deshalb sollte jeder den Sport ausüben, der ihm am meisten liegt. Eine Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport scheint nach den neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen aber am sinnvollsten. Aufgebaute Muskeln verbrauchen nämlich selbst schon einige Kalorien und können Fett besonders gut verbrennen – wenn auch nicht ganz so viel, wie noch vor Jahren angenommen. Bei den meisten Ausdauersporten wird der ganze Körper beansprucht. Während einer Stunde Schwimmen werden zum Beispiel rund 400 Kalorien verbrannt.

Die wahre Fatburner-Formel: gesunde Ernährung und Sport

Sich mit dem Thema Fettverbrennung zu beschäftigen ist sicher erst einmal nicht verkehrt. Es ist immerhin ein Anzeichen dafür, dass sich der Abnehmwillige mit seinem Problem intensiv auseinandersetzt. FettverbrennerWer sich jedoch länger mit dem Thema Abnehmen beschäftigt, wird über kurz oder lang zu einer Erkenntnis kommen: Langfristige Ergebnisse lassen sich nur mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung begleitet von regelmäßiger Bewegung erzielen.

Die wichtigste Formel dabei ist ganz einfach. Wer abnehmen will, muss weniger Kalorien aufnehmen, als er verarbeitet. Wer viel Sport treibt, kann dann auch schon mal etwas mehr essen – und umgekehrt. Soll dann das Idealgewicht gehalten werden, reicht ein ausgeglichener Kalorienhaushalt. Wie man das merkt? Keine Sorge: Der Spiegel und die Waage lügen nicht.

Wer lieber Kalorien zählt: In der Abnehmphase sollten 1.300 Kalorien nicht überschritten werden. Damit lassen sich aber schon drei abwechslungsreiche Mahlzeiten gestalten. Zwei kleine Snacks müssten dabei auch noch drin sein. Wenn das Idealgewicht erreicht ist, dürfen es dann 1.800 – 2.000 Kalorien täglich sein. Und nicht vergessen: Viel Sport bedeutet, dass es auch etwas mehr an Leckereien geben darf.

Dabei sollten die Mahlzeiten ausgewogen zusammengestellt werden. Das Essen sollte dabei in fünf Mahlzeiten am Tag aufgeteilt werden: Frühstück 30 %, Zwischenmahlzeit 10 %, Mittagessen 20 %, Zwischenmahlzeit 10 %, Abendessen 30 %. Als sinnvolles Verhältnis der Primärnährstoffe empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: 60 Prozent Kohlenhydrate (davon sehr viel Obst und Gemüse, weniger Getreide oder Reis), 25 Prozent Fette, 15 Prozent Eiweiße.

Verfasst von Gröj Eklib

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Kategorie: Gewicht

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